Outdoor – Weitwandern
in Arbeit!!! -etwas die Sache aufpeppen, F. bitten ob ich was grundlegend falsches geschrieben habe für die 5 Tagewo wir zusammen waren
17.05./08:15 Uhr – 02.06.26/23.50 Uhr
Wanderung zu Fuss — von Leipzig nach Rothenburg ob der Tauber ( Tage 17, ca. 425 km)- Teil 2 meiner Deutschlandtour
- Nachdem ich wettermäßig meine Tour um 9 Tage verschoben habe, kann ich sagen – alles richtig gemacht.
- Ich war vorwiegend allein unterwegs – Floki begleitete mich 2 Tage und Freund Fritz (von Rödental bis Bamberg) 3 Tage.
- Meine Kraxe wog leider 18 kg und zusätzlich hatte ich noch einen Brustbeutel (ca. 3 kg) den ich vorwiegend mit Geldbörse, Dokumente und vorallem Powerbanks bestückt hatte
- Erstaunlicherweise reichte meine Kondition und Motivation aus, damit tatsächlich nach Rothenburg zu kommem und dies u.a. durch und über den Thüringer Wald.
- Fast jeder Tag war im Mai erstaunlich heiss und ich war jeden Abend total durchgeschwitzt
- Bei den Übernachtungen hatte ich je 8 Tage das Zelt bzw. eine feste Unterkunft
- Bei der festen Unterkunft stand natürlich das Duschen, Kleidung waschen und das aufladen der Powerbanks wie das Smartphones im Vordergrund
- Die Planung der Tour hatte ich mit der App Komoot gemacht, bin später aber auch viel nach Google Maps gegangen. Trotz Outdoor-Handy stand ich 2* komplett „im Regen“ und wußte nur durch meine Aufzeichnungen bzw. durch den Kompass in welche Richtung ich wahrscheilich laufen sollte. Natürlich habe ich auch in den oder ähnlichen Situationen Einheimsche gefragt (wenn sie sichtbar waren). Da die Fehlermeldung ( habe die Ortung verloren) besonders oft bei Komoot passierte und ich auch schneller werden musste, habe ich zum Ende nur noch Google eingeschaltet- aber das war auch nicht der Knüller.
- Bei den Wegen habe ich aufgepasst, keine Bundesstraßen ohne Fahrradwege zu gehen. Am liebsten waren natürlich Waldwege, aber die waren seltener als ich dachte. Weiteres Problem: fast alle Fuß- und Radwege außerhalb von Ortschaften waren versiegelt. Wenn Kies gestreut war, gab es wenig Wasserablauf Möglichkeiten.
- Da ich auch viele untergeordnete Straßen nutzte, habe ich versucht, kein Hindernis zu werden. 2* habe ich Zeitgenossen allerdings wohl etwas gestört..
- Leider habe ich 4 oder 5 Vögel auf der Strasse gefunden, die scheinbar den Fahrzeugen nicht mehr ausweichen konnten. Einen kleinen Singvogel, der scheinbar gerade die Schnelligkeit eines Motorrades unterschätzt hatte, konnte ich wieder zum Leben erwecken. Rehe, Füchse und doch einige Hasen waren Tiere, die aus dem Einerlei der Fauna herausstachen.
- Da es nur wenig saubere Bäche gab, war mein Hauptaugenmerk, genug Trinkwasser dabei zu haben. Im Gegensatz zum 1. Teil meiner Wanderung habe ich diesmal den Wasserfilter nicht benötigt
- Durch die Last habe ich mich besonders oft an Steigungen ausgeruht, indem ich mich vorgebeugt- und meine Händer auf die Knie abgestützt habe. So haben etwa 25 Leute auf der Tour mich gefragt, ob es mir gut geht und ob sie mir helfen können. Das tat gut (bin aber nirgends eingestiegen ;).
- Verpflegt habe ich mich in etwas größeren Orten beim Discounter. Wäre auch gern öfter eingekehrt. Leider ist das Dilemma im Osten wie im Westen gleich, es gibt kaum noch Angebote.
- Was fiel mir noch auf: Bahnhöfe, teils im erbärmlichen Zustand, kaum noch Geschäfte in kleineren Orten. Aber privat wird viel gebaut, besonders im Westen der Republik.
- Als „Hundebesitzer“ – gehört er eigentlich unserem Sohn, aber ich als Rentner bin doch zu Hause viel mit ihm zusammen…. fiel mir auf, dass zu fast 100% die Hunde immer angeleint waren. Das dauerhafte anseilen würde ich gar nicht können, aber ich muss auch sagen, er hört auch bei mir.
Nachfolgend nun Bilder, Links, Videos und Tageskommentare zu meiner Wanderung. Ich schaue mit Dankbarkeit zurück und bedanke mich bei allen, die mir die Daumen drückten.
Die Tour ist nur in etwa wiedergegeben, auch was Wegenetz und Kilometerangaben betrifft!
Start: Clara-Zetkin-Park Leipzig an der Fontäne
Tag 1 von Leipzig Clara-Zetkin-Park nach Werben-See Nordufer
Der Anfang hatte gleich einen Höhepunkt für mich. Nachdem wir (Floki- der WauWau) und ich uns in Richtung Sachsenbrücke bei gutem Wetter aufmachten und sie überquerten, lag vor mir meine Arbeit als Sportlehrer- jetzt BSV AOK. Von 1978 als Praktikant und ab 1980 fest angestellt bis zu meiner freiwilligen Entlassung im Oktober 1992 war hier meine Arbeitsstelle (Zentrum für Gesundheitssport) und ich blicke sehr gern auf diese Zeit zurück!
Was für ein Zufall, in diesem Sommer treffen wir uns alle, die noch leben, in diesem Gebäude, das nun auch eine Kneipe hat. Wie ihr ja an der interaktiven Karte erkennen könnt, sind wir 2 dann weiter an Scheibenholz vorbei und durch den Wildpark. Mit Hund kamen die Kontakte mit anderen Erholungssuchenden wie von allein. Der 1. bekam mit, dass ich nach Zeitz mache und war traurig über die Entwicklung der Stadt nach der Wiedervereinigung. Ein weiterer auch mit Hund und Frau! war hartnäckiger und wollte wissen, wo ich mit diesem Gepäck hinwollte. Jedenfalls berichtete ich auch davon, wenn alles klappt, dass ich auch noch 2027 eine größere Wanderung durch Deutschland machen will und dann meine Trilogie abschließen möchte. Alle Orte, die ich begehen möchte, kannte er und gab mir gute Tipps für alle. Jedenfalls werde ich einen Hinweis garantiert beherzigen.
Ziel sollte es ja sein, meine Deutschlandwanderung 2027 in Friedrichshafen am Bodensee abzuschließen. Er riet mir erfolgreich ab. Seine Hinweise: Es ist auch schon im Mai so überlaufen, dass es nur bedingt Freude macht und es keine Bäume gibt, die Schatten spenden auf dem Weg zu meinem eigentlichen Ziel. In der Zwischenzeit denke ich, das Freiburg als Ziel (nur 40 km von Basel entfernt- ausreichen sollte für eine Deutschlandwanderung von NORDOST nach SÜDWEST von Kap Arkona Nähe Putgarten auf der Insel Rügen nach Freiburg im Breisgau.
Am Cospudener See hat Floki gleich 2* denselben Hund wiedergetroffen und beide haben sich gefreut. Das Frauchen und das Herrchen waren davon auch angetan und nicht nur das. Leider bin ich aber 40 Jahre zu alt für sie :).
Leider war jetzt schon zu merken, dass wir viel auf Asphalt laufen mussten. Pause machten wir genau gegenüber der Vogelinsel im Zwenkauer See – was das für ein Gezeter war.
Am Zwenkauer See Süd-West Ufer haben wir uns ein Eis gegönnt und sind dann auf der Landstrasse Seite bis zum Werbener See gegangen. Für den 1. Tag war es schon ziemlich anstrengend. Dort am Nordufer gab es einen Picknickplatz, aber ohne Chance ein Zelt aufzustellen, aber etwas tiefer lag der See vor uns. Mit einem älteren Nackedei kam ich ins Gespräch und er wiederholte die Frage, mit welchem Fahrzeug ich gekommen bin. Er war sehr überrascht, was ich mir da zumute.
Wer als Leipziger einmal ein gigantisches Vogelgezwitscher am frühen Morgen, erleben will, sollte dies wie ich einmal am Werbener See erlebt haben.
Start ca. 8.15 Uhr – Ende ca. 19.00 Uhr
Start: Werbener See Nordufer/Rastplatz
Tag 2 von Werben-See Nordufer – hinter Zeitz (westl.)
Nach dem Super Abend und auch früh dem Vogelkonzert, sind wir wieder los. Die Nacht war kalt, aber ich musste nicht alles anziehen. Am See schöner Waldboden und auch eine schöne Badeecke, die ich gestern noch nicht gesehen habe. Der SchwarzWeiße wurde dann gegen Mittag abgeholt, ging organisatorisch nicht anders. War aber gut, fast nur Kopfstein und Asphalt, dies ist für Zweibeiner nicht gut zum Gehen über längere Entfernung, aber für Hunde erst recht nicht. Bis jetzt hat mich Natur und Baustruktur noch nicht so begeistert. Auch Komoot die App konnte scheinbar noch keine optimalen Wanderwege zusammenstellen. 1. Ausnahme war Profen, sehr alte Kulturlandschaft und gut gepflegt.
Ich muss auch sagen, es schlaucht schon mächtig, trotzdem habe ich Zeitz erreicht, was für ein Niedergang der Stadt. Wollte noch ein Bierchen trinken aber lag leider nichts auf der Route. In Zeitz lief der empfohlene Weg direkt durch den Park von Moritzburg… den hätte man aber bezahlen müssen. Bin an einem Rastplatz untergekommen, direkt an der Straße, naja muss auch mal sein. Morgen geht es Richtung Bad Klosterlausitz.
Bin und war auch die restliche Zeit der Wanderung immer besorgt, ausreichend Wasser zu haben. Hatte dann immer 7 – 0,5 Liter Flaschen (3,5 kg)!! Mein Wasserfilter nützte auf dieser Wanderung nichts, da man kaum an fließendes Wasser ran kam. Leider bin ich auch oft durch Gegenden gekommen, wo ich nicht einfach nach Trinkwasser fragen konnte – denn es war niemand da. Eine Lösung waren Friedhöfe, wo das Wasser zum Gießen der Gräber zum Trinken sauber genug ist.
Start ca. 8.45 Uhr – 19.30 Uhr
Start: SW von Zeitz an einem Rastplatz für Fahrradfahrer
Tag 3 von hinter Zeitz (SW) – Crossen an der Elster
Nachts hat es leider etwas geregnet, bevor ich los bin habe ich noch das Zelt getrocknet. War schon 7.00 in der Spur. Kurz nach Zeitz hat sich das Terrain doch deutlich geändert, es geht nun viel bergauf und ab. Wenn ihr das Video und das beigefügte Bild anseht, könnt ihr vielleicht verstehen, dass ich manchmal nur 50 Schritte schaffte.
Herausragendes gab es heute nicht zu berichten, außer dass ich mich jetzt in einer anderen Behausung befinde. Die Wege waren zwar im Wald, aber wie an einer Schnur gezogen und bi viel an einem Militärgelände lang gelaufen. Habe nun doch mal in meine Wetter-App geschaut, wie das Wetter morgen werden soll. Für jemanden wie mich, der mit Zelt unterwegs ist, macht es keinen Sinn, Zelt nass einzupacken und am Abend in das nasse Zelt zu steigen, wobei es nach dem Wetterbericht dann immer noch regnen soll, wie den ganzen Tag.
Dank meiner Frau liege ich jetzt auf dem Bett im Gasthaus des weißen Rosses in Crossen an der Elster. Sprich, für mich geht es erst übermorgen weiter. Kostenpunkt pro Nacht 60,00 €.
Leider ist das mit der Ortung bei Komoot und auch später mit Google Maps nicht der Knaller. Die Ortung wird immer wieder als nicht möglich angekündigt, oft klappt es dann doch, aber 2* auf der Gesamttour stand ich vollkommen verlassen da. Klar, ich hatte was ausgedruckt und auch einen Kompass mit, aber wenn der Weg, den ich dann einschlug, nach 200 m nach NordOst zeigte, habe ich nichts gewonnen, sondern viel Unnützes verloren wie u.a. Schweiß :). Wege, die empfohlen wurden zu wandern, mussten Feldern weichen oder sie waren so überwuchert, dass man kaum durchkam, geschweige sicher war, wo man sich gerade befand.
Start ca. 7.00 Uhr – 17.10 Uhr
Tag 4 (20.5.26) – Ruhetag in Crossen
Start: Gasthaus Weißes Roß in Crossen an der weißen Elster
Tag 5 von Crossen an der Elster – hinter Geisenhain
Da ich nun 1 Tag verloren habe (das Wetter war bei weitem nicht so unmöglich wie angekündigt) – deshalb hatte ich gestern überlegt, wie komme ich doch noch pünktlich am Montag bei Fritz in Rödental an. Ich wollte ihn nicht nochmal bitten, Übernachtungen, die wir gemeinsam nutzen wollten, zu stornieren. Mir fiel nur ein, mich jetzt „nur“ auf Google Maps zu verlassen. Die Streckenführung ist direkter (und damit auch kürzer), aber ich muss auch viel Straße gehen.
Ich ging also sehr früh los und hielt mich erstmal südwärts bis Hartmannsdorf, dort lief ich in der Natur bis Rauda und bog dann ab in den Mühltalweg. Ein idyllischer Weg, an vielen Mühlen und einer Jugendherberge (Froschmühle) vorbei. Begrüßt wurde ich am Anfang wohl schon von einem Wirt, der mir zurief – Viel Spaß und „sie haben sich das perfekte Wetter ausgesucht“. Es war wirklich sehr schön. Es macht nur traurig, dass die Nachfrage und der Zustand der Gebäude besseres verdient hätten.
Mein Weg führte nicht über Klosterlausnitz oder Hermsdorf, sondern ich wollte einsame Gegenden aufsuchen. So bin ich über die A9 zum Gasthaus „Zu den grauen Ziegenböcken“ und freute mich schon… ihr wißt schon was kommt- ja auch diese Herberge bot ihr Angebot nur am Wochenende an. Über Dorna und unter der A4 kam ich auf langen geraden Weg nach Stadtroda. Hier war (für mich) Trubel pur, obwohl die Stadt ja mal gerade ca. 7000 Einwohner hat. Netto – war meine Anlaufstelle, um Vorräte wieder aufzufüllen und auf einer Bank konnte ich sogar mal 1 Bier leeren.
Im ZickZack ging es durch bekannte Wohnbauplatten. Hier kam das erste Mal die Frage an mich – von einer Frau aus ihrem Auto – kann ich Ihnen helfen? Ich habe von Stadtroda nicht viel gesehen, aber ein Blick durch ein ehemaliges Stadttor (Rotes) gab Interessantes frei.
Ich hielt mich dann südwärts und kam nach Tröbnitz und dann nach Geisenhain. Auf dem Weg Richtung Wolfersdorf fragte ich einen Freizeitgärtner, ob ich hier mein Zelt aufschlagen könnte. Er sagte: von mir aus ja, aber er weiß nicht, ob die Besitzer der kleinen Teiche was dagegen haben… so bin ich weiter. Mitten in der Pampa (kein GPS-Signal mehr) habe ich auf einem Seitenweg mein Zelt aufgebaut.
Start ca. 5.45 Uhr – Ende ca. 20.30 Uhr
Start: Start im Wald hinter Geisenhain (südl.)
Tag 6 südl. von Geisenhain/Zelt nach SW von Ranis
Warum kann mein Körper und Wille nicht etwas altersentsprechender sein? Wie schön wäre es jetzt eine Wassermelone und später mal eine Sommerbowle. Jedenfalls war heute ein noch härterer Tag. Vor allem die An- und Abstiege haben mich schon gefordert und dazu die Sonne. Es war nicht nur Quälerei, sondern es gab auch ein paar nette Gespräche und der Anfang des Tages war und ist eigentlich immer – einfach super.
Sorgen sind verflogen, das Wetter lacht, die Temperaturen sind super und die Luft so angenehm, während die Vögel ihre Nachrichten ins All posaunen ;).
Der Thüringer Wald – das ist schon ein wahres Kleinod. Bin nun schon an Pößneck vorbei. Hätte nicht erwartet, dass sie solche tolle Häuser am Marktplatz haben. Allerdings müssen sie doch die Stadt an einem Berg bzw. Hang gebaut haben.
Vorher bin ich an einem Dorf mit dem Namen Wolfersdorf vorbeigekommen. Es wirkt sehr gepflegt und hat ein sehr schönes kleines Schloss- empfehlenswert.
Jedenfalls hatte ich in Pößneck zuerst Orientierungsprobleme und dachte, als ich von Osten kam, dass ich am Anfang des Ortes bin, aber nein, ich war schon an westlichster Stelle. So bin ich am Anfang ziemlich orientierungslos herumgelaufen und die Auskünfte, die ich erhielt, haben mich noch konfuser gemacht. Aber – wie im wahren Leben – irgendwann geht alles wieder normaler weiter und ich landete in einem Bistro mit gutem Essen und guten Preisen, natürlich auch hier habe ich mir ein Bier gegönnt – aber nur im Schatten.
Um weiter voran zu kommen bin ich dann noch Richtung Ranis auf der Strasse hochgestiegen. Es war viel Verkehr aber es war trotzdem eine untergeordnete Straße. Trotzdem hupte einer und meine neue Fähigkeit, die ich im letztem Jahr in Vietnam erworben habe – auf die andere Straßenseite zu kommen – wurde mit „Blödmann“ kommentiert.
Ich konnte mit meinem Gepäck schlecht nach hinten schauen. Da ich nichts hörte, habe ich den linken Arm gehoben und nach 5 Sekunden dann die andere Straßenseite erreicht. Der Zeitgenosse war übrigens ein Fahrradfahrer.
Aber ich hatte auch jemanden, der mit seinem Auto stehen blieb und auf mich wartete… Natürlich bildete sich gleich eine Karawane an Autos hinter ihm, bis ich da war. Ich dankte sehr und fuhr weiter. Ranis hat mich schon überrascht, es gab eine interessante Bausubstanz. Trotzdem war ich glücklich, als ich raus war und kurz danach auch eine schöne Zeltstelle fand, gleich hinter einem einzelnen Haus schon außerhalb der Ortschaft. Jedenfalls war Pfingstfreitag und sie hämmerten ihre Musik aus ihrer Jukebox bis ca. 4 Uhr morgens.
Start ca. 6.45 Uhr – 20.00 Uhr
Start: Start im Wald hinter Ranis (SW)
Tag 7 sw von Ranis über Probstzella nach Zopten im Wald
Wieder extremes Wanderwetter und der Weg geht nach oben! Ich bin wieder ziemlich früh los und war natürlich bestrebt, nicht auf den Bundesstraßen zu laufen. Zum Glück und durch Fragen 2-er Männer, die mich schon beobachteten, gelang mir das wunderbar, denn lt. Karte und auch mit den Apps war das nicht so ersichtlich, wie es sich mir dann erschloss.
Heute hatte ich unterwegs noch ein nettes Gespräch mit einem jungen Eisenbahner, der zur Zeit nur über die tschechische Grenze fährt. Auf den Wagons ist Rohstahl und zurück bringt er den in der Schmelze bearbeiteten Stahl. Er macht das gern, da er so keine Wochenenddienste und keine Schichten hat.
Ins Gespräch kamen wir durch seinen Hund.
Die Wege waren schon was für Naturliebhaber, aber sobald Pfade vorgeschlagen wurden (GPS-Probleme), klingelten die Alarmglocken bei mir. Irgendwann kam ich in Probstzella an und „Diska“ hatte noch auf.
Ich denke an den Blick der Dorfjugend und anderer, als ich später mein Bier auf dem Bordstein trank oder waren es zwei? der Einkaufswagen neben mir voll mit Rucksack und weiterer Verpflegung. Ja, was haben sich diese Menschen wohl gedacht? ;).
Danach bin ich bei Zopten in den Wald berghoch- wo die Stimme aus dem Smartphone oben sagt: „Sie haben den Weg verlassen – wir müssen ihre Position neu berechnen.“ Kurz danach habe ich mich auf einem Weg breit gemacht.
Die Ameisen, die ich zu spät sah, waren nicht begeistert, aber vor allem habe ich mich in der Nähe niedergelassen, wo laut schreiende Tiere lange ihren Unmut ausdrückten über meine Dreistigkeit.
Start ca. 6.30 Uhr – 20.30 Uhr
Start: Start bei Zopten/Zelt
Tag 8 von Zopten im Wald bis vor Hüttensteinach (Nähe Sonneberg)
Zuerst bin ich nach Gräfenthal, dort ging es nach einem Viadukt mal wieder in die Höhe, aber kein Vergleich, was noch auf mich wartete. Jedenfalls nahm ich wieder einmal meine Bückstellung ein, um den Rücken zu entlasten, da kamen 2 Mädels ca. 11 Jahre alt, kamen dicht an mich heran und fragten mich ob es mir gut geht… Als ich es wieder einmal bejahte und sie später nochmal zu mir kamen, fragten sie mich, wo ich hin will. Rothenburg o.d. Tauber kannte ein Mädchen.
Ich denke, ich habe Eindruck gemacht ;). Leider habe ich kein Foto gemacht für sie und mich, denn sie werden sich bestimmt ab und zu gefragt haben, wo ich bin und ob ich es geschafft habe.
Ja und dann kam der Anstieg auf die höheren Ebenen des Thüringer Waldes und dies oft ohne Schatten spendende Bäume.
Ich hatte gerade mal wieder meine Bückstellung eingenommen, da hält ein Auto (keine Fahrbahn) und sagte mir auf meine Frage ob es noch weiter hoch geht: ab jetzt geht es Richtung Sonneberg runter. Was für eine frohe Nachricht! Hier oben der Beweis- ich war am höchsten Punkt meines diesjährigen Wander Abschnitts angekommen – 750 m .
Nur noch paar hundert Meter und ich stand am RennsteigKnotenpunkt bei Oberland – ein Höhepunkt, denn neben einem Erinnerungsfoto gab es auch Warmes und Kaltes zu normalen Preisen – und es schmeckte! Endlich was NEUES und nicht VERFALLENES. Super Ausgangspunkt für viele Touren hier im Thüringer Wald.
Nach einer bekömmlichen Pause ging es weiter in Richtung Sonneberg (nicht nur bergab). Über Spechtsbrunn, Neuenbau und Judenbach ging es zum vorerst letzten Zelten – Nähe Hüttensteinach.
Start ca. 6.30 Uhr – 20.00 Uhr
Start: Start bei Sonneberg/Zelt
Tag 9 vor Sonneberg/Zelt – Rödental-Braniglite Fritz
Natürlich, heute gibt es wieder einen Grund zu feiern – für mich. Denn ich komme in ein kleines Zeitl. Glück zurück- meine 2. Heimat von 2000 bis 2004. Ich hatte im Sommer 2000 in der Medical Park Klinik Bad Rodach als Sporttherapeut angefangen zu arbeiten. Natürlich brauchte ich eine Bleibe. Ein Freund von mir kannte jemanden, der immer wieder Untermieter aufnahm – und so auch mich. So begann eine Liebesbeziehung zur Unterkunft, zur Umgebung und eine Freundschaft zum Fritz – die bis heute hält.
Vorher musste ich aber erstmal nach Sonneberg kommen, wo ich auch schon mit meinem Heißluftballon gelandet bin, dann ging es nach Bayern – Neustadt bei Coburg. Über Mönchröden, einem Ortteil von Rödental, ging es weiter, bis ich plötzlich auf einem Weg stand, der jahrelang meine Joggingstrecke zum Englischen Garten in der Rosenau war.
Die letzten Meter und die offene Tür ließen mein altes Herz’l hüpfen.
PS: Fritz ließ mich dann sogar in meinem Zimmer, das jetzt schon lange seins ist, in „meinem“ Bett schlafen- da war ich so was von perplex- aber sehr sehr dankbar!
Ich habe in meine Whatsapp Gruppe geschrieben: Ich schicke euch ein paar weitere Impressionen und auch den Empfang bei Fritz. Das Video ist mit Genehmigung des Hausbesitzers freigegeben worden. Gewandert und sogar auf Treppen gestiegen bin ich bei fast tropischen Temperaturen. Dass ich nicht unwillkommen bin, sieht man wohl auf dem Bild von uns beiden ..das erinnert mich stark an meinen 1. Teil der Tour durch Deutschland als ich letztes Jahr vor Dieters Haus stand, den ich 53 Jahre nicht gesehen hatte…den Fritz nur 4 Jahre nicht (Buchmesse)…
Es gibt aber nicht nur gute Nachrichten. Ich gehe morgen zum Arzt, dann sehe ich, ob die Reise weitergeht, und gebe morgen Bescheid.
Start ca. 6.45 Uhr – 14.30 Uhr
was für ein Genuss für Füße und Psyche
kein Einbrecher, sondern Kenner des Hauses und seines Besitzers
Tag 10 -Ruhetag in Rödental bei Coburg
Zuerst bin ich mit Fritz seinem Rad zum Arzt. Es hatte sich, in meinem OS, eine Zecke gemütlich gemacht und meine Versuche, sie zu eliminieren, waren gescheitert. Ja und dann ging es ziemlich schnell – kleine OP – Zecke war weg … und es hat überhaupt nicht weh getan ;). Im Anschluss bin ich noch in die Rosenau und zu seinem Schloß gefahren, was natürlich mit vielen angenehmen Gedanken verbunden war.
Am Abend sind wir noch in den Biergarten (Domäne Rödental), was natürlich nicht der 1. Besuch war.
Start: Start an der Branigleite/Rödental
Tag 11 von Rödental-Vierzehnheiligen
Die beiden Büßer sind heute früh um 6.30 Uhr von Rödental nach Vierzehnheiligen in Franken aufgebrochen, ca. 34 km. Die Strecke war nicht so imposant wie gehofft. Bilder von den Mönchen konnte ich schlecht aufnehmen, aber die Gespräche mit Ihnen muss ich später noch erzählen… So war mein Text in der Outdoor-Gruppe.
Uns mit Essen zu versorgen, schaffte Fritz bei einem Metzger in „Buch am Forst“ und bekam sogar noch etwas zu trinken für uns mit. Essen war natürlich saftig :).
Durch die gewaltigen Veränderungen in der Natur um die digitalen Daten- sowie die mobilen physischen Verbindungen zukunftssicher? zu machen, hatte Fritz mit seinem etwas älteren Kartenmaterial es wirklich schwer die korrekten Wege für uns zu finden. Fritz, sein Laufstil könnte man mit Schlendern bezeichnen bei der Mitnahme eines leichten Rucksackes. Bei mir sah es anders aus, das habe ich aber schon öfter beschrieben.
Die uns bekannten Höhepunkte wie Kloster Banz, den Staffelberg und Vierzehnheiligen haben wir natürlich gesucht und gefunden. Eingekehrt zur Übernachtung sind wir dann in den Bildungs- und Tagungshäusern Vierzehnheiligen zu moderaten Preisen ca. 50,00 € p.P.. Die Räumlichkeiten hatten aber ein höheres Niveau.
Unsere 1. gemeinsame Nacht verbrachten wir gemeinsam in einem Raum. Zuvor waren wir noch daran interessiert, unseren Gaumen etwas anzubieten. Dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Doch unser umherschwirrender Blick sah noch ein gewisses Getümmel, aus unserer Sicht, hinter der imposanten Kirche „Vierzehnheiligen“. Leider machten sie früh Schluß.
So gingen wir zurück und suchten noch nach einer Getränkebox. Wir fanden auch eine, allerdings mit der Aufschrift: „Nur für Franziskaner„. Nunja so schnell kann man gläubig werden… Aber das absolute Highlight unseres Tages sollte noch kommen. Auf der Suche nach einem Plätzchen für uns im nicht überdachten Innenhof nahmen wir Platz zwischen vielleicht 70 – 80 Mönchen.
Nach einer gewissen Zeit kam zu uns ein Franziskaner mit dem Namen: „Bruder Paulus“. Ohne ihn gefragt zu haben, legte er los und erklärte uns die Geschichte der einzelnen Orden. Er erklärte uns auch, warum sie alle hier saßen, die aus vielen Ländern Europas kamen, selbst aus Afrika. Grund war: Sie kamen zusammen, um den Heiligen „Franziskus von Assisi“ zu huldigen. Durch ihre unterschiedlichen Kutten konnten wir durch „Bruder Paulus“ unterschiedliche Mönchsorden erkennen.
Start ca. 6.30 Uhr – 17.45 Uhr
Start: Start Vierzehnheiligen
Tag 12 von Vierzehnheiligen nach Rattelsdorf in die „Goldene Krone“
Waren heute früh in der Basilika. Vierzehnheiligen im Rokoko-Stil erbaut – beeindruckt enorm!
Wir sind dann durch Bad Staffelstein bis Rattelsdorf gewandert, ca. 21 km. Wir hatten uns mehr versprochen und der Main war in dieser unserer Wanderzeit nur einmal direkt erreichbar.
Allerdings lernten wir bei einem kleinen Päuschen einen Rentner kennen, der immer in die Bäume schaute und später mit einem Objekt an uns vorbei lief. Wir fragten ihn, was er da macht. Er erzählte uns, dass er das Geocaching für sich entdeckte, als er Rentner wurde und nun der besonderen Form des AIR- Geocaching nachging. Also die Suche nach Objekten, die sich nicht direkt auf der Erde befinden.
Die Innenstadt von Rattelsdorf und die Mühle wie der Biergarten luden uns dann an unserem heutigen Ziel ein.
Eine Badewanne stand im Bad meiner Einzelunterkunft. Wenn mein Körper sprechen könnte – er hätte nur ah, und oh und schöööön gesagt. Was für ein Genuß. Freund Fritz musste unten noch lange auf mich warten! Wir konnten dann aber doch noch auf einen guten Tag anstoßen.
Die Gastwirtin, mit der wir am nächsten Morgen ins Gespräch kamen, erzählte auch von ihren Sorgen. Leider wird die Gastwirtschaft schließen, da es keinen Nachfolger gibt. Ihr Mann ist vor nicht allzu langer Zeit von der Stiege abgerutscht und seitdem kann er kaum noch helfen. Ihre Kinder werden die Herberge und Wirtschaft nicht weiterführen. Es ist schon beängstigend, wie so vieles verschwindet.
Fritz und ich werden uns morgen vor Bamberg trennen. Er geht zu seiner Partnerin und ich wandere Richtung Neustadt an der Aisch weiter.
Start ca. 9.00 Uhr – 17.30 Uhr
Start: Start Rattelsdorf
Tag 13 von Rattelsdorf nach hinter Burgebrach
Heute haben sich unsere Wege in Baunach getrennt, er ist nach Bamberg und ich bin nun in Burgebrach. Bin trotz Frühstück und Plauderei mit der Chefin (Goldene Krone) und mit Fritz auf dem Markt in Baunach noch mehr als 30 km weit gewandert.
Es gab dann immer wieder schöne Wege-Abschnitte. Allerdings war der Übergang zur Autobahn A70 nicht ohne Probleme, da ich hinter der Absperrung laufen musste und die war knapp bemessen und hatte eine Neige. Nichts dagegen, was noch auf mich warten sollte.
Das abendfüllende Programm stellt man sich anders vor. Jedenfalls kam ich nach Burgebrach und bin schnurstracks zu Lidl gelaufen, dort habe ich es mir gut gehen lassen—– zu gut!!!!
Ich will nicht weiter darauf eingehen, aber ich war froh, den Ort gerade so hinter mir gelassen zu haben, da brachen alle inneren Dämme…. Dies habe ich so bestimmt nicht mehr seit Jahrzehnten erlebt.
Start ca. 8.30 Uhr – 20.45 Uhr
Start: Start SW von Burgebrach
Tag 14 von hinter Burgebrach nach Burghaslach
Heute begann der Tag schon sehr bewölkt und auch meine GPS – Suche war im Wald noch schwieriger als sonst. Jedenfalls bin ich öfter mehrmals bestimmte Wege abgeschritten. Zum Glück kam ich nicht ins Gewitter, was in einem gewissen Abstand 2* an mir vorbeizog.
Ich lief immer weiter, während Silke versuchte, mir wieder ein Zimmer zu vermitteln.
Ich habe nun endgültig vor „nur“ wie ursprünglich auch gedacht, bis Rothenburg o.d. Tauber zu kommen und an dieser Stelle nächstes Jahr zur letzten Etappe durch Deutschland wieder zu starten.
Heute war die Herausforderung, einen Übergang über die Autobahn zu finden! Als ich in Schlüsselfeld einlief, ein sich lang erstreckender Ort, war nirgends zu erkennen, dass es z. Zt . keinen Übergang gibt. Als ich eine Nebenstraße lief, die direkt nach Burghaslach wies, mit Ortsschild zur Entfernung, die nicht durchgestrichen war, war ich frohen Mutes, dass es einen Übergang zumindest für Fußgänger oder Radfahrer gibt.
Weit gefehlt, schon von weitem wurde ich skeptisch. Trotzdem bin ich weiter, denn mit meiner Masse kehrt man nicht einfach mal um. So habe ich alles auf eine Karte gesetzt und sah direkt vor mir eine verlassene Baustelle direkt über der A3. Da ich niemanden sah, habe ich mir einen Weg gebahnt und alle Materialien, die mir im Wege standen, beiseite geräumt. Als ich schon hoffte, so auf die andere Seite zu kommen kam die Ernüchterung. Den letzten Abschnitt der neuen Brücke gab es noch gar nicht.
Trotzdem suchte ich noch nach einer Möglichkeit. Mit viel Glück habe ich eine einfache, ca.5 m hohe, angelehnte Leiter entdeckt, die auf dem Erdboden stand und mir wohl doch die Möglichkeit gab, Burghaslach so zu erreichen. Mit Hoffnung und Bammel bin ich mit meiner Last abgestiegen, was zum Glück klappte. So habe ich mir ‚zig Kilometer erspart.
Der Weg dann bis zum Gasthaus „Steigerwaldhöhe“ war bei Hitze und Anstieg auch nochmal extrem – aber ich war da.
Eine Dusche und ein zünftiges Essen und 2 Bierchen rundeten den Abend ab und meine Lebensgeister waren wieder zufrieden. Was mir erneut auffiel – die Stammtische leben und was schön ist – es sitzen nicht nur die Alten da, sondern zumindest auch manche der nächsten Generation. Allerdings muss man auch schreiben – es muss erstmal ein Gasthaus geöffnet haben.
Start ca. 6.30 Uhr – 18.00 Uhr
Start: Start Burghaslach
Tag 15 von Burghaslach nach Neustadt an der Aisch
Heute habe ich zum ersten Mal meine Regenplane eingesetzt. Ich kam u.a. auch an Altershausen vorbei – was für ein Name – sollte ich da wohl meine letzten Tage verbringen?
Ich halte mich diesmal kurz, denn Großartiges ist nicht zu vermerken.
Der letzte Teil zog und zog sich. Auch diesmal hielt eine Frau an und fragte mich….
Das Hotel „Rizzeli“ in Neustadt an der Aisch habe ich zuerst ignoriert, da es zu gut aussah. Die 83,00 € waren allerdings auch die teuerste Variante einer Übernachtung.
Start ca. 8.45 Uhr – 18.00 Uhr
Start: Neustadt an der Aisch
Tag 16 Neustadt an der Aisch bis hinter Burgbernheim
Für mich war es gefühlt die längste Etappe. Obwohl ich erst bei Edeka war und wieder mal angesprochen wurde, von wo ich komme? und wohin ich will?
Die Dinge mit der Ortsbestimmung möchte ich nicht wieder erzählen. Trotzdem, in der Nähe der Burg Hoheneck, wo ich mich vorher schon verlaufen habe, musste ich einfach fragen und der Weinbauer wies mir mit der Hand den Weg nach Rothenburg ob der Tauber (was ich mir schon dachte).
Von weitem sah ich dann einen Aussichtsturm auf einer Bergkette. Zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass ich dem Turm heute noch sehr nahe komme und mein Ziel für morgen hinter dem Berg liegt.
Leider kam eine Schnellstraße so nah, die in meine Richtung führte, aber ohne Radweg, so bin ich dann meilenweit in einem Abstand von ca. 800 m entfernt parallel gelaufen. Die Burg ist übrigens kilometerweit zu sehen.
Zum Schluss bin ich dann noch durch Burgbernheim und musste nochmal „klettern“ – aber dafür bekam ich einen schönen Platz zum Zelten. Wurde auch begrüßt… von Mücken.
Start ca. 9:00 Uhr ab Edeka – 21.45 Uhr!
Start: hinter Burgbernheim
Tag 17 von Burgbernheim nach Rothenburg ob der Tauber
2 Höhepunkte sollten noch auf mich warten und dies habe ich so nicht erwartet!
Hier mein Schreiben in meine Outdoor- Whatsapp Gruppe:
Vielen Dank für eure Treue und eure Anerkennung für meine Leistung – nun warte ich auf den Zug, der erst 20.05 fährt. Sitze in einer Eisdiele in einer Mall. War vorher im Zentrum von Rothenburg o.d. Tauber. Ich habe die ganze Zeit nichts von diesem Flair gespürt, erst als ich durch das Stadttor ging. Absolut beeindruckend!!! Man denkt, man ist plötzlich im Mittelalter und dann vielleicht noch in Italia. Man muss einmal dort gewesen sein, um dies zu verstehen. Dieser Abschluss war ein wahrer Höhepunkt.
Nicht zu vergessen war heute früh mein Besuch an der Altmühlquelle. Es hatte etwas mystisches und gab mir das Gefühl, hier viel länger verweilen zu wollen, nur mein Zeitplan hielt mich davon ab.
… und ein letztes Mal wurde ich gefragt – auf der Ostseite der A7, Nähe Nordenberg auf einer Landstraße – ob ich nicht mitfahren will. Eine junge Dame fuhr mit einem Lieferwagen an mir vorbei, kehrte um und kam dann von hinten und fragte mich…. Wie immer verneinte ich und sie musste dann wieder einen Kurswechsel von 180° vornehmen ;).
Start ca. 6:45 – ca. 11.oo Uhr bei Netto in Rothenburg :). Meine Fahrkarte nach Hause habe ich vor 2 Tagen gebucht zu 33,00 € als Senior über 65 Jahre. Guter Preis!
Der Schwanenabgesang
Nach 4 Loks, 3* umsteigen kam ich pünktlich um 23.30 Uhr auf dem Hbf. Leipzig an und wer kam mir entgegen gerannt? Nein nicht die Frau – Floki meine Partner der ersten 2 Tage.
END
Outdoor – Weitwandern
meine nächsten REISE-ZIELE (2025…):
Bald soll die Wanderung losgehen (10.5.), ob mit oder ohne WauWau – wird man sehen. Geplante Route -Stand: 02.5.25.
Die Tour habe ich vor ca. 40 Jahren, zu DDR-Zeiten, schon einmal gemacht – ich bin sehr gespannt, auf diesen erneuten Versuch. Drückt mir bitte die Daumen :).
… so stand es in der Ankündigung…. was ist passiert?
… um es vorweg zu nehmen… ich bin sehr glücklich es geschafft zu haben!!!
- Die Wanderung führte uns durch Sachsen/Sachsen-Anhalt/Brandenburg/MeckPomm/ bis auf Rügen und seinem Kap Arkona. Allerdings muß ich gleich anmerken, dass Floki, so wie abgesprochen, mich nur 8 Tage begleitete. Es war auch genug für ihn… ausführlicher werde ich diese Wanderung Ende des Jahres beschreiben und auch dieses Thema angehen.
- die ersten Tage hatten wir Topwetter
- in der Nacht war Floki im Zelt
- wir liefen jeden Tag zwischen 15 – 25 km, bei einer Rückenlast für mich von ca. 18 kg. Meine Bag, um den Bauch wog nochmal ca. 2 kg
- Jeden Tag hatten wir Begegnungen, wo ich und mein(e) Gegenüber ins Gespräch kamen. Zu der Zeit hatte ich Probleme zu sagen wo ich eigentlich hin will (klang nicht sehr glaubwürdig), dies sollte sich aber noch legen
- erinnern tue ich mich auch daran, dass am Muldestausee mir bei der Hitze das Wasser ausging und ich auf einen Wasserfilter ausweichen musste und aus genanntem See trank… am Abend habe ich meinem Körper wieder mit normalen Getränken versorgen können : 😎
- was fiel auf: auf der Burg Rabenstein hatte ich damals eine tolle Zeit – diesmal war ich froh, als wir am Nachmittag auf 2 Berliner stießen, die uns 1 Flasche Wasser gaben
- viel Leerstand in den Dörfern – Leute wie in Kirchmöser erzählten mir, was es hier alles mal gab…
- wir konnten viel Waldweg gehen, mussten aber auch Landstrasse gehen teils ohne Radweg- in MeckPomm wurde es aber für mich deutlich gefährlicher
- Mein Körper machte ganz gut mir, aber der Anstieg z. B. auf die Burg war nicht so optimal bzw. mein re. Fuß machte mir doch etwas Sorgen
- es ging nun langsam nach MVP und ich kam auch beim Ritter Kahlbutz vorbei
- da ich es etwas übertrieb – 2* ca. 38 km am Tag „musste“ ich mich einer Kneipp-Kur im „Bantikower See“ unterziehen – war wirklich gut und hilfreich!
- ja, wir – Dieter und ich haben uns nach ca. 53!!!! Jahren wieder gesehen!! in seinem Haus in Hohenofen an der Dosse. Es waren schöne Stunden!!
- Es ging danach nach Neustrelitz, dieser klassistische Stil und diese intakte Busubstanz der Stadt erstaunt mich schon sehr
- Neubrandenburg habe ich wie vor ca. 40 Jahren auch wieder rechts liegen lassen und bin am 26.5. zum ersten Mal in ein Hotel abgestieren (Hotel Horizont)
- jetzt gab es nur noch die Überlegung… wann sehe ich die Ostsee und die Insel Rügen
- für einen Wandersmann ist besonders der obere Teil von MVP nicht sehr abwechslungsreich – u.a. Getreide wohin man blickt
Schild-Aufschrift: „Nichts/Garnichts“
- vieles kann ich hier nur andeuten: wie Proteste mittels Banner, extremer Fluglärm, als Radfahrer oder Wanderer ist man gezwungen Fernverkehrsstrassen zu nehmen
- Bushaltestellen wie aus den 50igern des letzten Jahrhunderts, teils ohne Sitzmöglichkeit und alle dreckig und sicher schon monatelang nichts dran gemacht
- Am 27.5. 19.45 Uhr – habe ich die Ostsee (bei dieser Wanderung) zum ersten Mal gesehen
- das Ziel war nun nah – noch Schaprode (dort Hiddensee gesehen), noch die Wittower Fähre genommen, wieder eine stürmische Nacht gehabt
- Altenkirchen erreicht und wie damals auch diesmal ein Bier geschlürft
- und dann stand ich auf einmal vor der Info in Putgarten… ab da waren es nur noch ein paar Meter bis zum Kap Arkona- meinem eigentlichen Ziel
- um wieder nach Hause zu kommen bin ich danach noch weiter per pedes über Vitt, Juliusruh, Campingplatz Drewoldke (empfehlenswert), Glowe, Lietzow…
- … am großen Jasmunder Bodden entlang bis nach Bergen auf Rügen gegangen, wo ich ein 3. Mal mich in einem Hotel verwöhnen konnte
- So endete dann im Flixbus meine Reise – abgeholt wurde ich von Frau und Floki, dem es wieder gut ging, auf der Leipziger Messe (Haltestelle).
AUDIOBEITRAG (31.5.)… kurz vor der Steilküste Rügen-Kap Arkona, meine Gedanken zu meiner Wanderung, direkt auf der befahrenen Landstrasse (ohne Radweg)
- es gäbe noch einiges zu berichten wie z.B. meine Probleme auf dem Trip… aber dies soll ja noch kommen (wahrscheinlich dann per facebook)
- meine kommenden Pläne s. bitte >
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